Worüber noch zu schreiben wäre
Es regnet, erstmalig seit zehn Tagen. Ob Charleville-Mézères weint, weil ich morgen in aller Frühe, wenn Alle noch schlafen, in den Zug steigen werde, ist sicherlich vermessen zu behaupten. Dann müsste es weltweit ständig regnen…
Es waren wieder zehn schöne Tage und es gibt genügend Gründe wieder zurück zu kommen. Ein Grund ist die Villa Renaudin, der letzte Wohnsitz in Frankreich von Kaiser Wilhelm II. 1918, um von hier aus nach Haus Doorn in den Niederlanden abzureisen. Die Villa ist entgegen der Internetsite nicht ständig besuchbar, nur nach Rücksprache und möglichst in Gruppen. Wir werden sehen.

Gerne hätte ich mich intensiver mit dem Leben von Arthur Rimbaud beschäftigt, besonders nach den fünf Jahren seiner poetischen Schaffensperiode. Sein Leben in Aden und in Äthiopien als erfolgreicher Geschäftsmann für Kaffee, Gewürzen und Waffen. Aber das Wohnhaus seiner Familie gegenüber der alten Mühle bleibt bis 26. Oktober 2027 geschlossen.
In Warcq, fast fußläufig von Mézières aus zu erreichen, sind die Grundmauern eines großen Hauses aus römischer Zeit von Archäologen entdeckt worden. Offensichtlich an der römischen Straße gelegen, die von Reims kommend sich in Mézières nach Trier und Gent teilte. Mézières war vor 2000 noch keine Insel. Der Kanal, welcher heute Mézières von Charleville trennt, ist erst sehr viel später gebaut worden.
Zudem zeigt der Sender „Hello Ardenne“ auf Facebook immer wieder mit Reportagen neue Ausflugsziele, besuchswürdige Denkmäler, kulinarische Spezialitäten und berichtet über aktuelle Ereignisse, die ich mir für weitere Reportagen notierte. Also meine Berichterstattung über CMZ und die Umgebung wird für mich nicht langweilig und bleibt auch für Sie hoffentlich lesenswert.
A bientôt.
Nachtrag: Mein Zug heute morgen um 5.20 Uhr ist ausgefallen, jetzt starte ich hoffentlich um 11.20 Uhr. Frankreich und Deutschland nähern sich an einander an. Die Züge fallen gemeinsam aus.
